"Oh, Mania!"- Die Hölle im Himmel

von Sven Thomas Neumann

 


Premiere 05. 01. 2018,  weitere Aufführungen 06. / 07. 01. 2018
Waggonhalle Marburg, 20 Uhr


Im zweitens Halbjahr 2015 entstand ein autobiographisches Theaterstück „Oh, Mania!" - Die Hölle im Himmel -, an dem viele Theaterbereiste Gefallen gefunden haben. Der Autor stellte im Jahr 2016 ein Ensemble zusammen und begann im Januar 2017 mit den Proben. Das Stück soll im Januar 2018 in Marburg (an der Lahn) aufgeführt werden.

 

Inhaltlich dreht sich alles um Thomas, dessen Leben durch die Erkrankung an einer Bipolaren Störung durcheinander gerät. Um besser mit der unheilbaren Krankheit klar zu kommen, imaginiert er seine Empfindungen in der Gestalt des Gefühls und seinen Verstand in der eines Arztes der ihn einst behandelt hat. Beide wollen für Thomas nur das Beste, sind sich aber selten einig und kämpfen um die Vorherrschaft.

 

Inhalt des Theaterstückes

 

Thomas findet sich mit einem Mal in der Psychiatrie wieder. Der Arzt erklärt ihm die Diagnose, doch mit dem Begriff der Bipolaren Störung ist er völlig überfordert. Ohnehin ist er von den Medikamenten so benebelt, dass er kaum klar denken kann und das Geschehen um sich herum überhaupt nicht richtig wahrnimmt. Zu allem Überfluss kommen auch noch seine Eltern zu Besuch und bringen wenig Verständnis und Geduld für die eingetretenen Änderungen in Thomas Leben mit.

Die Probleme im Ausbildungsbetrieb, die Thomas verfolgen, lassen ihn nicht zur Ruhe kommen und treiben ihn immer tiefer in Manien hinein, bis er letztendlich psychotische Wahnvorstellungen entwickelt und ruhiggestellt werden muss (dieser Teil wird nicht auf der Bühne gespielt, sondern in einem Kurzfilm zu Beginn des Stückes gezeigt).

 

Jahre später, Thomas hatte den Krankenhausaufenthalt während seiner Berufsausbildung zum Industriekaufmann hinter sich gebracht und ein Studium zum Maschinenbauer begonnen, treibt ihn der Stress im Studium wieder in eine Manie. Er wird erneut psychotisch. Nun hält auch er es für an der Zeit, sich mit der Störung zu beschäftigen. Mehre Monate nach der Psychose wächst erneut eine Hypomanie in ihm heran. Thomas imaginiert zu seiner Unterstützung zwei Wesenszüge aus sich heraus, mit denen er sich unterhält und versucht die manische Bestie zu zähmen. Bei einem Selbsthilfetreffen lernt er die bezaubernde Annika kennen. Thomas ist hin und weg und verliert, ohne es selbst zu bemerken, die Kontrolle. Er wird manisch.

 

Als die Manie abgeklungen ist, stürzt Thomas in die Depression. Er schläft viel und denkt über das Sterben nach. Seine Gedanken manifestieren sich in der Gestalt des Sensenmanns, der Thomas besucht und ihm verschiedene Vorschläge der Selbsttötung unterbreitet.

 

Annika lernt Thomas Eltern kennen, weil Thomas sie versetzt hat. Gemeinsam überlegen sie, was mit Thomas sein könnte. Sie entdecken eine E-Mail von Thomas. Ein Abschiedsbrief? Annika macht sich große Sorgen und geht mit Thomas Vater in seine Wohnung nach ihm sehen. Verstört kommt sie zu Thomas Mutter zurück, während sein Vater ihn ins Krankenhaus bringt.

 

Durch all diese Ereignisse ist Annika in eine erneute Krise geraten und findet sich zum Schluss auch in der Psychiatrie wieder. Ob Thomas den Suizidversuch überlebt hat, wird zum Ende aufgedeckt.

 

 

 
   



 

Spiel:

Edgar Roth, Annabell Schmidt, Hanna Franke, Hans Josef Schönberger, Regina Guiwan, Sabine Kröning, Hubert Klinger

 

 


Text/ Regie: Sven Thomas Neumann
Assistenz:
Lou Meckelnburg


Eintritt:
VVK: 8 Euro zzgl. 1,80 Euro Gebühren
AK: 11 Euro


Weitere Informationen:
die-hölle-im-himmel.de